Homo Magi 

Heiße Katzen

18.10.2026

Katzen

Hallo Salamander,

der Film „Heiße Katzen“ (oder „Heisse Katzen“, wenn man der DVD-Hülle glauben mag) ist ein Klassiker der Bond-Pastiches:

Heiße Katzen (Originaltitel: Deadlier than the male) ist eine britische Agenten-Komödie mit zahlreichen Anspielungen auf die James-Bond-Filme.[1]

Zumindest schreibt das die Wikipedia. Auf dem Cover der Hülle steht: „Quentin Tarantino erklärte »Heisse Katzen« zu einem seiner absoluten Lieblingsfilme.“ Das mag man glauben oder auch nicht. Mich hat er nicht deswegen gereizt, sondern wegen der Verwendung einer im deutschen Sprachraum eher unbekannten Figur namens Bulldog Drummond (und nicht wegen Elke Sommer). Die englische Wikipedia schreibt:

Deadlier Than the Male is a 1967 British crime and mystery film (…) starring Richard Johnson and Elke Sommer. It is one of the many take-offs of James Bond produced during the 1960s, but is based on an already established detective fiction hero, Bulldog Drummond.[2]

Das wäre dann ein Nebenweg, den wir mal nicht weiter folgen wollen.

In dem Film tauchen auf einmal lebensgroße Roboter-Wikinger-Schachfiguren auf, die unserem Helden das Leben schwer machen.[3] Das klingt jetzt ein wenig lächerlich, aber im Film wirken die aus dem Boden aufsteigenden Figuren schon sensationell.[4]

Die Figuren kamen mir aber unfassbar bekannt vor – und siehe da, es waren wirklich die Lewis-Schachfiguren! Wer damit nix anfangen kann … siehe hier bei Wikipedia:

Die Lewis-Schachfiguren (englisch Lewis Chessmen) sind ein Satz von insgesamt 78 Schachfiguren, die 1831 auf der schottischen Isle of Lewis, der größten Insel der Äußeren Hebriden, entdeckt wurden. Sie wurden vermutlich in Norwegen hergestellt und gelten als die besterhaltenen mittelalterlichen Spielsteine. Außerdem sind sie ein hervorragendes Zeugnis romanischer Elfenbeinschnitzerei.[5]

Eine Bond-Pastiche, in welcher der Schlusskampf mit dem Bösewicht nicht in einem Vulkan oder auf einer Raumkapsel stattfindet, sondern auf einem Schachfeld mit lebensgroßen Wikinger-Figuren … das ist doch mal was! Und das ist nicht erst mir aufgefallen, wie ich leider zugeben muss.[6] Aber ich wusste das nicht, bevor ich es gesehen habe … was für eine coole Idee. Und natürlich weiß das wieder mal niemand von den Leuten, die sich am Wochenende mit Wikingerklamotten behangen in irgendein Freilichtmuseum begeben, wenn man sie darauf anspricht … eigentlich wäre das doch Wikinger-Reenactment-Bildungskanon (und sei es nur wegen der jungen Elke Sommer).

Aber wie sagt das Sprichwort: Ein Wikinger alleine macht noch keine Sommer. Oder so ähnlich.

 

Dein Homo Magi

 

 

 


 

 

 


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