Homo Magi Krähwinkel 14.06.2026 |
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Hallo Salamander,
in einem
Dracula-Pastiche erwartet man keine Hinweise auf den deutschen
Biedermeier. Aber Übersetzer Malte S. Sembten schafft es, in „Die
Geständnisse des Grafen Dracula“ von Fred Saberhagen[1]
einen Verweis unterzubringen.
„Als ob ihm sein
Messer im Ernstfall viel gegen mich geholfen hätte; doch vermute ich, dass
der Maat ein bestenfalls halb gebildeter Mann war, aus irgendeinem
Krähwinkel des Landes, und dass seine Ängste seine Kenntnisse der Materie
bei Weitem übertrafen.“[2]
Krähwinkel …
sozusagen einer jener deutschen Orte, die es nicht gibt, von denen aber
jeder weiß, wo eine Kopie des Kaffes liegt (nämlich hinter den Bergen, im
nächsten Tal).
Wikipedia
schreibt zum Begriff:
Krähwinkel ist
ein Ortsname, der ohne Bezug auf einen der konkreten Orte dieses Namens
redensartlich für kleinstädtische, spießbürgerliche Beschränktheit steht.[3]
Schön sind dann
auch dort die weiterführenden Verweise auf Hintertupfingen und Posemuckel.
Also ist ein
Pastiche eines bekannten Horror-Romans auch gut für den Bildungsbürger.
Hatte ich immer vermutet.
Dein Homo Magi
[1]
Festa Verlag, Leipzig, 2006 (Org. „The Dracula Tape“, 1975)
[2] ebenda, S. 60
[3]
https://de.wikipedia.org/wiki/Kr%C3%A4hwinkel ; 13.06.2026
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