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Hallo
Salamander,
sicherlich kann man den Klimawandel dafür verantwortlich machen, dass
sich die Struktur der Sommermonate gegenüber der Zeit vor 40 Jahren
verändert. Es wird im Schnitt wärmer, aber eben nicht jeden Tag. Es
regnet insgesamt weniger, dafür mehr am Stück. Die Zahl der Menschen,
die wegen der hohen Temperaturen sterben, steigt von Jahr zu Jahr, aber
Gegenmaßnahmen werden landesweit organisiert nicht ergriffen.
Das kann ich alles verstehen und folge auch der Argumentation vom
Menschen-gemachten Klimawandel zu über 99 % (das restliche Prozent halte
ich mir für zweifelnde Fragen offen, die aber nur meinen Willen zur
Diskussion dokumentieren sollen, keine abweichende Meinung).
Das alles führt dazu, dass sich der August in den letzten Tagen eher
anfühlte wie ein verfrühter Oktober (und der Verkauf von Weihnachtskeksen
in der selben Zeit führte nicht dazu, dass sich diese Wahrnehmung
verändert hat). Aber auch „energetisch“ (weglesen alle, die nicht möchten,
dass es hier esoterisch weiter geht) hat sich einiges verändert.
Um mich herum wird im August gestorben und getrauert und erkrankt, als
wäre schon der Herbst und eben der Herbst des Lebens angesagt.
Krebserkrankungen bei alten Freunden, Todesfälle samt dem Wunsch, ich möge
auf der Trauerfeier singen und Reden halten und überhaupt immer wieder
Gespräche über Vergänglichkeit und Tod.
Verdamm noch mal, lasst das bleiben – wie soll dann erst der echte Oktober
werden? Wahrscheinlich wird es ein „Indian summer“ mit langen, warmen
Abenden, kräftigen Farben im Laub und dem Geruch von Äpfeln in der Luft.
So ist meine Hoffnung. Aber natürlich kann es auch sein, dass das große
Gefühl der Abschied-nehmens weiter zunimmt. Dann darf ich mir überlegen,
ob es an meinem Alter, dem Alter meiner Freunde oder dem Alter der Welt
liegt.
Bis dahin … harre ich der Zukunft und hoffe auf das Beste. Das hat sich
seit ungefähr 1986 nicht verändert.
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Kolumnen



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