Homo Magi 

Kreuzfahrt ins All

17.05.2026

Tristan da Cunha 

Hallo Salamander,

da liest man in den Medien von der Evakuierung eines Kreuzfahrtschiffes wegen einer Infektion mit dem Hantavirus. Dann folgen Bilder, wie Hilfe per Fallschirm abgeworfen wird, weil ein Patient in seine Heimat Tristan da Cunha zurückgekehrt ist:

Einen Passagier der „Hondius“ erreichte Hilfe nach dem Ausbruch des Hantavirus an Bord des Schiffes auf ziemlich ungewöhnlichem Weg - nämlich per Fallschirm. Der Mann befand sich zu diesem Zeitpunkt bereits wieder in seiner Heimat - auf der Insel Tristan da Cunha im Südatlantik. Da er nach Verlassen des Schiffes Krankheitssymptome entwickelte, wurde er von britischen Behörden als Verdachtsfall einer möglichen Infektion eingestuft.[1]

Eine Insel im Südatlantik – da gibt es müde Erinnerungen aus der Großhirnrinde an irgendwas, aber nicht aus meinem Geographie-Unterricht. Also ein wenig gesucht und Wikipedia hilft:

Tristan da Cunha (), colloquially known as Tristan, is a remote group of volcanic islands in the South Atlantic Ocean. It is one of three constituent parts of the British Overseas Territory of Saint Helena, Ascension and Tristan da Cunha, with its own constitution.[2]

Richtig: St. Helena (oder eben Saint Helena) war doch der Verbannungsort für Napoleon, daher kam mir der Name der Insel Tristan de Cunha irgendwie bekannt vor. Aber ich bin ja neugierig und las den Artikel weiter. Was fand ich da? Einen wirklich obskuren Hinweis auf Science Fiction und Magie:

On 2 January 1954, Tristan da Cunha was visited by the Dutch ship Willem Ruys, a passenger-cargo liner, carrying science fiction writer Robert A. Heinlein, his wife Ginny and other passengers. The Ruys was travelling from Rio de Janeiro, Brazil, to Cape Town, South Africa. The visit is described in Heinlein's book Tramp Royale. The captain told Heinlein the island was the most isolated inhabited spot on Earth and ships rarely visited. Heinlein mailed a letter from there to L. Ron Hubbard, a friend who also liked to travel, „for the curiosity value of the postmark“.[3]

Von einem der obskursten Orte der Welt aus schreibt einer der bekanntesten Science Fiction-Autoren einen Brief an den Scientology-Gründer, weil dieser sich offensichtlich an Briefmarken erfreut. Wenn das nicht eigenartig ist …

 

 

 

 

 


 

 

 


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