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Magi - Sonderthema Mars Weisser Mars Eine Buchbesprechung |
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Weisser
Mars Wilhem Heyne Verlag Wie
immer stehen die verschiedensten Absichten gegeneinander, wenn wirklich
„Grosses“ erreicht werden soll.
Im Jahre 2035 wird der Beschluss gefasst, eine Mars-Mission zu
starten. Beginnend mit diesem Beschluss werden Argumente, das Für und
Wider, vorgetragen, um die Mars-Mission zu starten. Eine der Hauptfragen
ist doch die: Ist die teure Mars-Mission wirklich nötig? Kann man diese
Gelder nicht vielleicht besser dazu einsetzen, die Probleme der Erde
praktisch vor Ort zu lösen? Soll der Mensch wirklich das Sonnensystem
erobern? Soll der Mars verändert werden oder muss sich der Mensch ändern?
Eine Frage wird von den ersten Menschen auf dem Mars beantwortet. Sie
verblüffen die Kontrollstation mit der Aussage, sie wollen nicht den
Mars, sondern sich selbst ändern. Damit setzen die Raumfahrer
eindeutige Zeichen. Auf der Erde wurde es inzwischen eng. Die Menschen kämpfen,
im wahrsten Sinn des Wortes, um jedes bischen Wohlstand. Eben wegen
dieser Probleme, der Kluft zwischen Arm und Reich, zieht es viele, vor
allem junge Menschen, zum Mars. Sie bilden eine neue, junge
Gemeinschaft. Wie auch in anderen Mars-Geschichten geben sie sich eine
neue Verfassung. Nach einem Börsenkrach und den Zusammenbruch der
Konzerne gibt es keine weiteren flüge zum Mars. Die jetzigen
Neu-Marsianer legen sich eine andere, neue Weltsicht zu. Neue Denkansätze
sollen eingeführt werden. Mit „Weisser Mars“ wird eine Utopie des 21sten Jahrhunderts vorgestellt. Die Probleme unserer Gegenwart müssen nicht einmal überspitzt dargestellt werden. Wir müssen uns nur umsehen und sagen „Ja, das ist so.“ Auf dem bisherigen Weg der Entwicklung kann es nicht weitergehen. Dieser Meinung sind der Schriftsteller Brian W. Aldiss und der Physiker Roger Penrose. Sie brechen mit der irdischen Vergangenheit und hoffen in der Zukunft des neuen Mars eine ebenso neue Gegenwart einzusetzen. Die freie, aber Unabdingbare Entscheidung zwischen zwei Möglichkeiten die auf der Erde bestehen könnten werden auf dem roten Planeten gedanklich durchgespielt. allerdings findet bei den beiden Autoren keine eindeutige Klärung. Eines klärt sich jedoch. Nicht die Technik bestimmt den Fortschritt, das einfache Zusammenleben muss sich grundlegend verändern um dem Fortschritt den Weg zu weisen. Stellenweise liest sich der Roman wie eine wissenschaftliche Abhandlung. Daher zählt für mich diese Erzählung eher zu einer gedanklichen Zukunftserzählung. Das heisst aber nicht, das der Roman unter einem Spannungsverlust leidet. Sehr empfehlenswert für Denker unter den Lesern.
Erik Schreiber, Juni 2003 |
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