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Magi - Sonderthema Mars Grüner Mars Eine Buchbesprechung |
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Mars-Trilogie
Band 2 Heyne
HC TB 5361 Orig.:
Green Mars Auf dem Mars lässt es sich inzwischen gut leben. Die Menschen wohnen in
Dörfern im Marsinneren unter grossen Kuppeln. Dort spielen bereits die
ersten Kinder. Dabei wird uns das Kind Nirgal innerhalb des Romans
begleiten. Mit den staunenden Augen eines Kindes lernen wir den Mars neu
kennen. Wir werfen einen Blick auf die alt gewordenen ersten
Marssiedler. Jene Wissenschaftler die den Aufstand aus dem Jahr 2061 überlebten
und sich im Untergrund, im wahrsten Sinn des Wortes, versteckten.
Inzwischen haben die Konzerne der Erde, die Geldgeber der
Marsexpeditionen, die Macht auf dem roten Bruder der Erde übernommen.
Die ehemaligen Erstankömmlinge und ihre Untergrundgruppe sind für die
Konzerne keine Gefahr mehr. Vierzig Jahre lang blieb alles in einem
stabilen System. Inzwischen gibt es eine neue Generation und unser
„Fremdenführer“ Nirgal darf endlich an die Oberfläche des Mars. Auf der Erde entstanden inzwischen ebenfalls die
untershiedlichsten Interessengemeinschaften. Einer der wenigen
Konzernchefs erkennt, dass eine Ausbreitung nicht unbedingt Wachstum
bedeutet. Daher will er neue Wege bei der Besiedelung des Mars gehen. Und
hier kommt Nirgal wieder ins Spiel. Mit Hilfe eines diplomatischen Spions
oder spionierenden Diplomaten hofft der Konzernboss auf neue Ideen.
Dennoch geht nicht alles nach den Vorstellungen des einzelnen
Konzernchefs. Die eigentlichen Machthaber heizen die Atmosphäre des
Planeten weiterhin mit CO² an. Der Mars wird aufgeheizt, die Atmosphäre
bleibt giftig und die Menschheit auf dem Mars bleibt innerhalb der Kuppeln
kontrollierbar.
Hier kommt einer der Altvorderen ins Spiel. Unter falschem Namen und körperlich verändert gelangt er zurück an die Oberfläche. Er ist ein gemässigter „Terraformer“ und befasst sich mit biophysikalischen Aufgaben. Leider wird er erkannt und da man ihn Foltert verrät er ungewollt alles. Die Heimat von Nirgal wird entdeckt und zerstört. Die Sicherheit der anderen Untergrundstandorte ist ebenso gefährdet. Daher treffen alle Untergrundgruppen sich zu einem gemeinsamen Treffen um ein weiteres Vorgehen abzusprechen. Der Autor bringt in seinem zweiten Band über
den Mars, alle Menschen zusammen, die zwar unterschiedliche Vorstellungen
aber ein gemeinsames Ziel haben. Ähnliche einem germanischen Thing, eines
indianischen Palavers, werden die Zukunft und die Vorstellung der
einzelnen Visionen erläutert. Und schon haben wir eine Gruppendynamik,
die alle mitreisst. Die Kultur des Mars ist keine geschlossene, sondern
aus den unterschiedlichsten politischen und kulturellen Gruppen
zusammengesetzt. Kim Stanley Robinson versucht seinen Eindruck zu
vermitteln, dass keine Gruppe, wie gross auch immer, die Mehrheit
beherrschen sollte. Das Buch liesst sich sehr unterhaltsam und wäre auch
ohne Band 1 lesbar. Zu Beginn wird viel erklärt und gerade mit dem Jungen
Nirgal wird der Mars neu beschrieben. Sicherlich greift der Schriftsteller
die aktuellen Themen der Erde auf, um sie mit dem Mittel der Zukunftserzählung
deutlicher hervorzuheben. Die Globalisierung, wie auch die Erderwärmung,
Umwelt und Wirtschaft finden sich als Probleme wieder. Eine Lösung findet
sich dabei allerhöchstens als Ansatz. .
Erik Schreiber, Juni 2003 |
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