Homo Magi - Sonderthema Mars

Die Marsianer

Eine Buchbesprechung

Die Marsianer    
Kim Stanley
Robinson

Wilhelm Heyne Verlag
558 Seiten  8,95

Orig.: The Martians    
Übersetzt: Peter Robert
Titelbild: Dan Dixon

Es wäre jetzt müssig für mich auf die einzelnen Episoden dieses Buches einzugehen. Ein gutes Buch des hervorragenden Schriftstellers Kim Stanley Robinson. Das Buch ist ein Episodenroman, der in vielen Dingen auf Kim Stanley Robinsons Mars-Trilogie zurückgreift. Der Hintergrund ist natürlich die Besiedelung des Mars und die Charaktere die „Rote“ Ann Clayborn, Hiroko Ai, Sax Russell, um nur einige zu nennen, tauchen wieder auf. Nur fehlt leider das verbindende Element. Die Geschichten stehen alle nebeneinander, keine Verbindungen ausser den Namen der Handlungsträger und das war es. Für einen Episodenroman ist das zu wenig, für eine Kurzgeschichtensammlung etwas zu viel. Eher drängt sich der Eindruck auf, wir haben hier ein paar Episoden aus den Marsbüchern, die dort nicht hineinpassten, aber doch noch verwertet werden sollen.

Die einzelnen Versatzstücke dieser Geschichtensammlung sind in ihrer Art und in ihrer Güte sehr unterschiedlich. Die Verfassung des Mars und die Anmerkungen dazu sind knochentrockenes Politologenfutter, die Gedichte eher gewöhnungsbedürftig, denn es reimt sich nichts und die Sprache die dort benutzt wird eher stümperhaft.

Der Grossteil der vorgestellten Erzählungen ist jedoch sehr gut ge- und beschrieben. Einen Blick auf eine stimmungsvolle Marsbeschreibung und seiner ganzen Fremdartigkeit entschädigt den Mangel an rasanter Space Opera oder Weltraumschlachten.

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 Erik Schreiber, Juni 2003

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