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Magi - Sonderthema Mars Das Rennen zum Mars Eine Buchbesprechung |
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Das
Rennen zum Mars
Gregory Benford Wilhelm
Heyne Verlag Wir schreiben das Jahr 2015. Die NASA erlebt ein Unglück, das dem des
„Challenger-Unglücks“ in nichts nachsteht. Die für die
Mars-Expedition vorgesehene Rakete explodiert während ihres ersten
Testlaufes. Die Hoffnung, auf eine Besiedelung des roten Nachbarn im
All, durch eine staatliche Förderung wird dadurch zunichte gemacht. Aus
diesem Grund setzt die NASA ein Preisgeld von 30 Milliarden US-Dollar
aus, für denjenigen, der zuerst den Mars erreicht und mit Bodenproben
die Erde wieder erreicht. Der Konzernboss John Axelrod zeigt sich geneigt, diese Herausforderung
anzunehmen. Eine Gruppe von
vier Wissenschaftlern stellt er zusammen. Allerdings spart er bei den
Kosten für diese Mission, wo er nur kann. So übernimmt er kostenlos
das Raumschiff, das für die Rückreise der Mission bereits auf dem Mars
steht. Noch während der Expeditionsvorbereitungen tritt ein Konkurrent
auf den Plan. Dieser Konkurrent wird als Airbus bezeichnet und setzt
sich aus Europäern und Chinesen zusammen. Die Gruppe von John Axelrod
ist im Jahr 2018 bereits seit 18 Monaten auf dem Weg zum Mars und hat
einen fast uneinholbaren Vorsprung. Nach der Arbeit der Datenerhebung,
Sammlung der Bodenproben und katalogisieren der verwertbaren
Informationen stellt sich heraus, dass das Rückkehrschiff der
Mars-Astronauten defekt ist. Wie gut, dass eine zweite Mission auf dem
Weg ist und die erste Mission retten kann. Da aus meiner Sicht dieser Roman der „Aktuellste“
ist, steht die Rezension am Anfang der Marsromane. Der Schriftsteller Gregory Benford entführt, mittels einer
spannenden Handlung, den Leser und die Leserin, zu einem rasanten
Lese-Abenteuer. Er führt zwei Handlungsstränge. Der eine Strang der
gegenwärtigen Marsmission wechselt mit dem zweiten Strang, den Rückblicken
auf Training und Vorbereitung, ab. Der Roman, „Das Rennen zum Mars“
ist einer der Romane, der der Wirklichkeit am nächsten kommt. Und das
nicht nur mit der Jahreszahl, sind es doch nur noch zwölf Jahre bis zum
Romanbeginn. Gerade die Einsamkeit der Astronauten, losgelöst aus der
bodengebundenen Menschheit, ist eine wahrheitliche Beschreibung, ohne
die Einfachheit einer Space Opera. Hinzu kommt die medienwirksame
Vermarktung der Mars-Reise, um entsprechende Gelder locker zu machen.
Vor allem der Gesichtspunkt der Medienwirksamkeit ist uns heutzutage nur
allzu gut bekannt.
Erik Schreiber, Juni 2003 |
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