Homo Magi 

Das heidnische Jahr

29.10.2023

Homo Magi

Hallo Salamander,

Rückblicke sind immer schwer. Dieses heidnische Jahr brachte mir ein schönes Ostara, ein schönes Thing, nette Rituale und viele freundschaftliche Gespräche und Zusammenkünfte.

Es war aber auch ein Jahr der Angst für viele Menschen in Europa. Da ging es um Dinge, die ganz tief in unseren Ängsten verankert sind: Krieg, Heizung, Ernährung, aber auch das eigene wirtschaftliche Weiterleben schien bedroht. Alles nicht schön und für viele Menschen mit Angst verbunden.

Und da kommen sie wieder aus ihren Löchern, diejenigen, die uns Heilsversprechen abgeben. In der Innenstadt breiten sich die Zeugen Jehovas auf den Plätzen aus wie ein aggressiver Pilz, der immer weitere Kreise zieht. Aber das sind doch nur Indikatoren für das, was die Angst hervorruft, nämlich noch mehr Angst. Über allem schwebt drohend die Angst vor neuen Ausgangsbeschränkungen wegen Corona.

Damit ich mich nicht langweile, hat mein Arbeitgeber beschlossen, seine Zukunft ohne die Hälfte der Firma und mich weiter zu leben. Ich komme da wohl mit einem blauen Auge raus, darf aber jetzt mit Ende 50 noch einmal meine Kraft auf den Arbeitsmarkt werfen. Mal sehen, was der Facharbeitermangel für mich zu bieten hat. Ich halte dich auf dem Laufenden.

Aber: nicht einknicken ist die Devise, bei allen diesen Dingen. Solange man lebt, gibt es Hoffnung … das würde ich gerne in goldenen Lettern über das nächste heidnische Jahr als Motto aufhängen.

 

Dein Homo Magi

 

 

 

 

 


 

 

 


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